Gästebuch ::: Feedback                                                                                                           Jänu's Homepage

 


Home

Über mich

Fotos

Hobbies allgemein 

Reisen

Sport

Tiere

Schlittenhunde

Schon seit Jahren finde ich Schlittenhunde ein absolut faszinierendes und wunderschönes Tier. Aus diesem Grund habe ich mich dann auch etwas über die Arbeitshunde informiert… Ein paar meiner Recherchen findest Du hier.

 

 

Einblick in die Geschichte

  • Vor 4000 Jahren bereits spannten die Einwohner von Sibirien die Hunde vor einen Schlitten. Sie brauchten die Hunde zum Transport.
  • Bereits im 10. Jahrhundert waren die Schlittenhunde berühmt. Marco Polo erzählt beispielsweise in seinen Geschichten von Fahrten mit den Hunden.
  • Im 19. Jahrhundert wurden die Tiere gebraucht um Waren und Gold zu transportieren. Viele Leuten verdienten damals ihr Geld mit dem Halten und Führen der Schlittenhunden.
  • Dann begann die Zeit, als die Leuten wissen wollten, wessen Hunde die stärksten und schnellsten sind. Im Jahre 1908 fand das erste Rennen statt, ein kleines Lotterierennen unter dem Namen "All Alaska Sweepstakes".
  • Im Jahr darauf während des 2. Rennes wurde von Scotty Allan der Schlittenhundesport eingeführt. Er entwickelte den ersten speziellen Rennschlitten.
  • ALs im Jahre 1925 in Alaska die Diphtherie ausbrach, war nicht genügend Serum vorhanden, um die Leute zu retten. Mit Schlittenhundegespannen wurde das Serum beschafft um die Einwohner zu retten. Die Gespanne legten unglaubliche Weiten quer durch Alaska zurück.
  • Das berühmteste Schlittenhunderennen, der "Iditarod" von Anchorage nach Nome, ist diesen Hundegespannen gewidmet und findet seit 1973 jedes Jahr statt. Wer dieses Rennen zu Ende bringt, kann stolz auf sich und seine Hunde sein, denn dies ist das härteste Rennen überhaupt.
  • In den 60er Jahren kam der Schlittenhundesport nach Europa. Zu Beginn waren hierzulande nur reinrassige Hunde zugelassen, doch ab 1986 wurden die Rennen für alle Hunde geöffnet. 
     

Körperpflege und Nahrung

Die wichtigste Nahrungsquelle ist Wasser. Die Hunden müssen die ganzen Tag Zugang zu frischem Wasser haben. Die feste Nahrung ist abhängig vom Alter der Hunde:
Eine Welpe im Alter von 2 - 3 Monaten frisst 4 Mal im Tag. Mit dem Alter werden dann die Mahlzeiten reduziert, bis der Hund nur noch einmal am Tag frisst. Ein ausgewachsener Hund braucht pro Tag ca. 1300 Kalorien. Die Hunden dürfen keine Knochen, rohe Eier, rohes Fleisch und Süssigkeiten fressen!

Während dem Kauen auf einem Büffelhautknochen putzt sich der Hund die Zähne. Gleich wie wir Menschen muss auch der Schlittenhund regelmässig geimpft werden, damit er immun gegen gefährliche Krankheiten wird. Das Fell des Tieres sollte jeden gekämmt werden und bei starker Verschmutzung wird dies "unter der Dusche" geputzt, aber ohne Schampoo. Im weiteren müssen auch die Augen, Ohren, Pfoten und Zähne regelmässig kontrolliert werden.
 

Training und Rennen

 

Schlittenhunde sind aktive Naturburschen! Sie wollen das ganze Jahr über Action, egal welcher Art. Wer einen Familienhund hat, der spielt mehrere Stunden pro Tag mit seinem Vierbeiner. Nur so kann dieser zufrieden gestellt werden. Zudem braucht er sehr viel Auslauf, Jogging- oder Biketouren mag er ganz bestimmt. Der Schlittenhund ist auch ein guter Schwimmer und ist im Hundesport ein guter Wert: durch Reifen springen, Slalom rennen, durch Tunnels kriechen oder über ein schwankendes Brett laufen - dies wird dem Vierbeiner grosse Freude bereiten.

Um den Schlittenhund so weit zu bringen, dass er die langen und harten Rennen durchsteht, braucht es ein gutes Aufbautraining. Ebenfalls müssen den Hunden die Kommandos beigebracht werden. Der Wohl wichtigste Punkt für ein gutes Klima im Gespann ist, dass sich der Musher mit seinen Hunden gut versteht! Insbesondere die Beziehung zum Leithund muss ausgeprägt und vertrauensvoll sein. Die Hunde untereinander habe eine klare Rangordnung.

 

Wenn die Natur tief verschneit ist und die Temperaturen tief unter den Nullpunkt sinken, kommt die Zeit der Schlittenhunde. Vor dem Start müssen der Musher und seine Helfer die Hunde vorbereiten.

Um die Pfoten der Tiere zu schützen, tragen sie während dem Rennen kleine Stiefelchen aus Filz, genannt Booties. Natürlich muss auch überprüft werden, ob die Hunde gesund und munter sind. Denn ein kränkelnder Hund ist während dem Rennen schnell müde und kann dann nicht mehr im Gespann mit rennen und muss somit im Schlitten transportiert werden. Die Hunde sind alle mit einem Chip markiert, damit können die Hunden identifiziert werden und somit ist gewährleistet, dass keine Hunde ausgetauscht werden können.

Wenn alles klar ist werden die Hunde eingespannt, jeder an seinen Platz. Der Leithund "Lead dog" kommt an die Spitze des Gespanns. Er ist verantwortlich dass die Befehle des Mushers korrekt ausgeführt wird. Direkt vor den Schlitten werden die wheel dogs gespannt. Dies sind meist starke Tiere, da diese das grösste Gewicht des Schlittens ziehen und in starken Kurven darauf achten müssen, dass der Schlitten in der idealen Spur bleibt.

Stehen die Hunde dann beim Start sind sie kaum mehr zu bremsen. Der Doghandler muss helfen die Türe zurückzuhalten bis das Kommande des Musher zum losrennen erfolgt. Dann geht's mit lautem Geheule der Tiere auf die Strecke. In der Natur ist der Musher auf sich alleine gestellt. Zwischen Tier und Mensch muss ein gutes Verhältnis bestehen und der Musher muss sich sicher sein, dass er sich auf seine Tiere verlassen kann. Oft wird während Rennen draussen übernachtet und pausiert. Alle Dinge, die während dem Rennen gebraucht werden, werden im Schlitten transportiert. Der grösste Teil davon ist Nahrung für den Musher und die Tiere. Nebst genug Erholung zwischen der Runs brauchen die Tiere genügend Futter und Wasser damit sie nicht zu sehr erschöpft sind und nicht mehr genug Kraft zum rennen haben...

 

Der Schlitten

Die meisten Rennen werden mit Schlitten ausgetragen, es gibt aber auch Rennen in der Pulkaklasse. Dort sind die Musher auf Skies mit den Huskys verbunden. Da das Gewicht zum ziehen nur gering ist, sind nur wenige Tiere eingespannt und es werden nur kurze Distanzen gefahren.

Toboggan
Diese Schlitten sehen ähnlich aus wie die Baskte Sledges, sind aber grösser. Somit werden diese für Rennen über lange Distanzen eingesetzt. Sie haben eine grosse Fläche zum Mitführen von Waren und sind auch robuster gebaut.

Basket sledge
Diese Schlitten sind hauptsächlich für Sprints gebaut und sind leichter zu führen als Toboggans. Die meisten Musher bevorzugen deshalb den Basket sledge.

Technische Angaben:

Kosten (durchschnittlicher Schlitten) 2'000.- bis 3'000.- Franken
Gewicht etwa 10 Kilo
Kufenlänge 2.30 Meter
Kufenbreite 35 Milimeter

 

Wenn der Schlitten nur wenig gebremst werden muss, benützt der Musher das Fussbrett. So wird das Gespann beispielsweise in einer Kurve etwas verlangsamt. Um das Gespann zum Stehen zu bringen, braucht man die Bremse und den Schneeanker. Der Brush Bow schützt die Hunde vor Verletzungen und den Schlitten vor Schäden. Das Basket ist die Ladefläche des Schlitten, in welchen die Waren und auch müde oder verletzte Hunde transportiert werden.