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Sprachaufenthalt in Whistler 2004 / 2005

 

Das auf dem Reissbrett geplante, sehr gepflegte Bergdorf liegt in den schneereichen Coast Mountains etwa 2 Stunden nördlich von Vancouver. Whistler besitzt super moderne Pistenreviere und ist mit den Whislter und Blackcomb Mountains ein Skigebiet der Superlative. Zahlreiche Schnee-Parks und Attraktionen versprechen viel Abwechslung und Fun auf den Brettern. Nicht nur im Winter ist das Gebiet beliebt, auch im Sommer sind viele Lifte geöffnet und die Natur lädt zum Wandern und Biken ein. Unten im Tal spielt sich das Leben rund um die Fussgängerzone von Whislter Village ab: Läden, Restaurants und Cafes reihen sich dicht an dicht... Mit seiner Sprachschule mitten im Dorf lockt Whistler zahlreiche schneebegeisterte "People" in den Westen des Landes.

 

Meinen Sprachaufenthalt in Whistler verbrachte ich bei einer Gastfamilie. Die Riddle's waren total super - ich konnte mit den Kids spielen, mit Angie über Land und Leute sprechen, den Whirlpool auf der Veranda benutzen, essen worauf ich Lust hatte und sogar meine Wäsche wurde gewaschen. Daher war ich gerne 'zu Hause' um mit Angie zu plaudern und die Zeit mit meiner Familie zu geniessen. Nebst mir waren noch 2 weitere Sprachschüler da: Taka aus Japan und Lucas aus Belgien.

In der Schule hatte es vor allem Schweizer und wie das so ist, die sprechen dann meistens Schwizerdütsch zusammen. Das war nicht das was ich wollte und daher war ich eher mit Japanern oder Brasilianern zusammen. Ich wollte so viel wie möglich English hören und sprechen um viel zu profitieren... Sonst war es gut in der Schule, bei einem Lehrer war mehr das Grammatische im Vordergrund während nach der Pause dann Conversation angesagt war. Es war ein guter Mix und mir gefiel es.

Die freie Zeit genoss ich im Village oder natürlich auf dem Snowboard. Das Skigebiet war riiiesig und ich weiss gar nicht, ob ich bis am Schluss alles gesehen, resp. gefahren bin. Anstehen? Das musste man kaum. Nur die Pisten waren mir anfangs etwas zu eisig, doch der Schnee liess nicht lange auf sich warten und dann waren alle Bäume in pulvriges Weiss gehüllt und die Pisten waren top. Schon ein schönes Leben - morgens ein bisschen zur Schule und am Nachmittag ab auf die Skipiste :-)

Whistler selbst gefiel mir super gut. Das Village bestand aus vielen kleinen Häuser, welche meistens aus Holz waren. Der Hauptteil war verkehrsfrei und somit konnte man gemütlich durch die Strassen schlendern und die Atmosphäre geniessen. Leider war es recht teuer, doch zu meiner Freude war Starbucks ganz billig ;-) So konnte ich häufig ein warmes Getränk mit etwas leckerem Süssen geniessen.

Langsam aber sicher näherte Weihnachten und mein Zuhause wurde etwas umgestellt, denn die Riddle's erwarteten Besuch. Ein paar Verwandte und Freunde trudelten ein und das Fest konnte beginnen. Wir durften mitfeiern und das machte grossen Spass. Zum Apero gab es Trauben und Schokolade! Zur Vorspeiche dann Milchreis!! Hört sich für mich eher wie Dessert an, aber es war wirklich die Vorspeise. In einem der Milchreistöpfchen war eine kleine Figur versteckt (ähnlich wie bei uns der 3-Königkuchen), leider nicht bei mir... Der Hauptgang bestand aus Truthahn, Ente, Kartoffeln, Rotkraut und noch vielem mehr... Es war lecker und es wurde reichlich geschlemmt. Kaum waren alle fertig, wurde der Tisch weggeschoben und Platz für die Hauptattraktion geschaffen. Singen und dazu im Kreis herumlaufen... Das sah lustig aus :-) Rudolph the red nose... und alle liefen hintereinander im Kreis herum. Bräuche gibt es... Danach durften die Geschenke ausgepackt werden. Die Kids rissen das Papier auf und öffneten ein Geschenk nach dem Anderen. Dann sah es aus wie in einem Schlachtfeld. Es war ein lustiger und unvergesslicher Abend.

Auch Silvester verbrachte ich in Kanada. Die meisten Studenten wollten in einen Club um dort zu feiern. Doch diese Idee hatten noch viele andere - die Schlange vor dem Eingang war extrem lang und bei eisigen Temperaturen war das Anstehen nicht so lustig. Ein paar wenige von uns entschlossen sich dann woanders hinzugehen. 2 Schweizer und 2 Neuseeländerinnen machten sich wieder auf den Weg ins Village. Dieses war wunderschön dekoriert - eine Eisstatue zierte den Hauptplatz. Auf den Strassen mit vielen anderen Menschen begannen wir dann das neue Jahr.

Hier noch ein paar Fazite aus meiner Zeit in Whistler (auf English da ich sie damals so verfasst hatte):

  • Whistler is open 365 days a year

  • Everything is expensive except food, clothes and public transport.

  • The people love talking and they are open-hearted and funny too.

  • Most families have a dog, live in houses and have a whirlpool outside the house.

  • Canadians watch TV very often und they have numerous channels and lots of DVDs.

  • They don't care about electricity - at least not my family! Computer is on power all the time, light is switched on everywhere...

  • 'Awesome' is their most favourite word.

  • There isn't any special Canadian food, they eat all and have lovely sweets like cookies, muffins and more.

  • Most women work and the household is shared by couples equally.

  • Snowboarders prefer freestyle and are great in that - but only few are carving on the slopes.

Die Zeit in Whistler war absolut toll und bestimmt einer der schönsten Monate in meinem Leben. Und mir war schon damals klar, dass ich früher oder später nochmals nach Kanada will...